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Prüfung von Schleifscheiben
Als ältestes unabhängiges Prüflabor für Schleifscheiben in Europa führt die MPA-Hannover seit 45 Jahren Schleifscheiben-Sicherheitsprüfungen durch.
Die europäischen Normen EN 12413 „Sicherheitsanforderungen für Schleifkörper aus gebundenem Schleifmittel“ und EN 13236 „Sicherheitsanforderungen für Schleifwerkzeuge mit Diamant oder Bornitrid“ schreiben rechtsverbindliche Sicherheitskennwerte für Schleifwerkzeuge vor. Die in diesen Normen enthaltenen Prüfverfahren für Schleifwerkzeuge wurden in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen DSA (Deutscher Schleifscheiben Ausschuss) überwiegend von der MPA Hannover entwickelt, z. B. für Handtrennschleifscheiben Fliehkraft-, Seitenlast- und Fallhammerprüfungen.
Entsprechend den Unfallverhütungsvorschriften BGR 500 und dem „Geräte- und Produktsicherheitsgesetz GPSG“ müssen die Sicherheitskennwerte erfüllt werden, wenn Schleifwerkzeuge in den Verkehr gebracht oder betrieben werden. Ihre Einhaltung obliegt den Herstellern bzw. Weiterverkäufern.
Im „Centre of Competence for Abrasive Tools (CCA)“ dem Prüflabor der MPA-Hannover werden alle Arten von Prüfungen für rotierende Schleifkörper mit einem Durchmesser von 80 bis 1600 mm und einem Gewicht bis zu 660 kg durchgeführt. Die Prüfstände des CCA dienen auch der wissenschaftlichen Erforschung von Schleifkörpern. Zahlreiche z.T. auch öffentlich geförderte Forschungsvorhaben (z. B. von DFG, VDS, AIF) und Veröffentlichungen haben dazu beigetragen, sowohl die Kenntnisse auf dem Gebiet der rotierenden Schleifkörper zu erweitern, als auch neue Prüfverfahren zu entwickeln.
Die MPA-Hannover besitzt die internationale Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17025 für die Prüfung von Schleifscheiben und ähnlichen Produkten entsprechend den europäischen Normen EN 12413, EN 13236/A1, EN 13743 und anderen. Damit unterstreicht die MPA Hannover ihre Stellung als führendes europäisches Prüflaboratorium für rotierende Schleifwerkzeuge.
Die von uns erstellten Sicherheitszertifikate haben weltweite Bedeutung erlangt. Sowohl deutsche als auch ausländische Hersteller von Schleif- und Trennscheiben lassen auf freiwilliger Basis ihre Produkte prüfen, um sie mit einer MPA-Nummer kennzeichnen zu können. Für namhafte internationale Importeure ist es eine Selbstverständlichkeit, dass ihre Produkte von uns geprüft werden, bevor sie auf den Markt kommen.
Eine eigene Vertretung in Shanghai, die Shanghai Sunzone Business Consulting Co. Ltd.und die Zusammenarbeit mit dem TÜV Rheinland Dalian versetzen die MPA Hannover in die Lage, den stark expandierenden chinesischen Markt auf die Einhaltung europäischer Sicherheitsstandards zu überprüfen. Bei Schleifscheibenunfällen steht die MPA Hannover als unabhängiger Gutachter zur Verfügung.
Prüfung für Hersteller
Die internationale Akkreditierung der MPA-Hannover als Prüfstelle für Schleifscheiben und vergleichbare Produkte gibt Auftraggebern die Sicherheit, dass unsere Prüfzeugnisse (Test Reports) weltweit als Sicherheitsnachweis anerkannt und akzeptiert werden.
Die von uns erstellten Test Reports geben Aufschluss über die tatsächlich bei der Prüfung festgestellten Sicherheitskennwerte wie Berstgeschwindigkeit (Fliehkrafttest), Einpunkt- und/oder Dreipunktseitenlast und das Arbeitsvermögen (Fallhammerprüfung) bei gebundenen Schleifkörpern (EN 12413) bzw. die Fliehkraftsicherheit und die Messwerte für die Biegefestigkeit von Diamantschleifscheiben (EN 13236).
Der Hersteller erhält bei bestandener Sicherheitsprüfung ein Sicherheits-Zertifikat mit einem Prüfzeugnis, welches alle sicherheitsrelevanten Daten enthält. Zertifikate haben eine Gültigkeit von zwei Jahren und können nach dieser Zeit durch eine erneute Prüfung verlängert werden. Inhaber von gültigen MPA-Zertifikaten können ihre Schleifscheiben mit der MPA-Zertifikat-Nummer kennzeichnen.
Herstellern von Schleifscheiben wird nur dann ein Zertifikat ausgestellt, wenn sie sich schriftlich mit unregelmäßigen, nicht angekündigten Produktionskontrollen durch Mitarbeiter oder Beauftragte der MPA Hannover einverstanden erklären.
Prüfung für Importeure
Durch Beauftragte bzw. Mitarbeiter der MPA-Hannover oder durch neutrale Entnahmegesellschaften werden im Ursprungsland vor dem Versand der Schleifscheiben Stichproben entnommen, versiegelt und der MPA-Hannover zur Prüfung geschickt. Diese Proben werden auf die Einhaltung der normrelevanten Sicherheitsparameter überprüft. Der Auftraggeber erhält einen schriftlichen Test Report, der in Kurzform die Testergebnisse enthält und als Nachweis einer Sicherheitsüberprüfung dient, bevor die Produkte in den Handel kommen.
Prüfung für Händler und Verbraucher
Wir prüfen bereits im Handel befindliche rotierende Schleifwerkzeuge. Darüber hinaus erstellen wir Gutachten für Gerichte, Versicherungen und Gewerbeaufsichtsämter.
MPA-Plus Service
Als MPA-Plus Service bieten wir für Importeure chinesischer Schleifscheiben einen besonderen Service an, sowohl für gebundene Schleifscheiben (EN 12413) als auch für Diamantschleifscheiben (EN 13236).
Fachleute der MPA-Hannover entnehmen beim Hersteller bereits während der Produktion einer Charge von Schleifscheiben mehrere Stichproben. Ein Teil der Scheiben wird vor Ort mit den Prüfeinrichtungen des Herstellers auf die Einhaltung der Sicherheitsparameter entsprechend der jeweiligen EN-Norm überprüft. Diese Prüfungen sind unabhängig von den Eigenprüfungen des Herstellers.
Der andere Teil wird auf den Prüfständen der MPA-Hannover getestet. Je nach Wunsch des Auftraggebers werden diese Prüfungen zu Beginn und etwa in der Mitte der Produktion durchgeführt. Wir testen nicht nur die sicherheitsrelevanten Parameter, sondern geben auch Hinweise zur Beschriftung und Kennzeichnung der Scheiben und der späteren Verpackung. Kurz vor Produktionsende bzw. vor der Verschiffung der Waren findet eine weitere Kontrolle statt, wieder sowohl in China als auch bei der MPA Hannover. Die Organisation dieser Kontrollen, bis hin zur zollrechtlichen Abwicklung der Ladung wird von uns organisiert, so dass der Auftraggeber nur einen Vertragspartner hat.
Über die durchgeführten Stichproben erhält der Auftraggeber neben Test Reports, welche die Messergebnisse enthalten, auch ein Zertifikat, aus dem die Chargennummer und die Daten der einzelnen Kontrollen hervorgehen. Auf diese Weise erhält der Auftraggeber die größtmögliche Sicherheit, dass die von ihm georderten Produkte den europäischen Sicherheitsanforderungen genügen.

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